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News 14.11.2017

Familienunternehmen: Mehr Investitionen in Digitalisierungsprojekte

Qualitätsführer aber zurückhaltend bei Geschäftsmodellinnovation

Die großen deutschen Familienunternehmen investieren auch 2017 in weiteres Wachstum. Im Vergleich zu vergangenen Studien ist insbesondere die Investition in Digitalisierungsprojekte gestiegen, die in den kommenden drei Jahren durchgeführt werden sollen. Das ist ein Ergebnis der Studie „Fit for Growth: Wie sich Familienunternehmen für ihr zukünftiges Wachstum aufstellen“, für die die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC rund 300 deutsche Familienunternehmen befragt hat. Die Befragten erwarten zum Großteil Wachstum: 83 Prozent der Familienunternehmen erwarten in den nächsten drei Jahren steigende Umsätze, 30 Prozent davon sogar im zweistelligen Prozentbereich.

Besonders zurückhaltend bei Investitionen in neue Geschäftsmodelle sind jedoch diejenigen 45 Prozent der Unternehmen, die sich vorrangig als „Qualitätsführer“ positionieren. Sie investieren auch seltener in die Entwicklung neuer Produkte und Service-Angebote. „Das ist ein Zeichen, dass für viele Unternehmen noch das Gütesiegel ‚Made in Germany‘ und die dahinterstehende traditionelle Ingenieurskunst zentraler Erfolgsfaktor sind“, sagt Peter Bartels, PwC-Geschäftsführungsmitglied sowie Leiter Familienunternehmen und Mittelstand. Peter von Hochberg, Geschäftsführer bei PwC’s Strategieberatung Strategy& ergänzt: „Doch das reicht heute nicht mehr. Gute Produkte und gute Qualität werden vorausgesetzt. Um künftig nicht den Anschluss zu verlieren, gehören neue Geschäftsmodelle, zum Beispiel im Vertrieb oder bei Serviceangeboten, genauso zum Pflichtprogramm.“

Die Innovationsführerschaft ist nur für insgesamt 18 Prozent der Befragten das wichtigste Positionierungsziel, wobei sich hier ein deutlicher Unterschied zwischen den kleineren (25 bis 100 Millionen Euro Umsatz) und den größeren Familienunternehmen ab 100 Millionen Umsatz zeigt: Bei den kleineren liegt diese Positionierung für zehn Prozent ganz oben, bei den großen Unternehmen sind es rund 30 Prozent.

Wie bereits in den vergangenen drei Jahren planen rund zwei Drittel der befragten Unternehmen auch in den kommenden drei Jahren Maßnahmen zur Kostenreduktion. In der Vergangenheit sollten diese besonders durch die Optimierung des Einkaufs, der Standorte oder der Produktionsprozesse erreicht werden. Inzwischen planen 85 Prozent auch Kostensenkung durch digitale Technologien, vor allem die Prozessautomatisierung. In den vergangenen drei Jahren hatten nur 66 Prozent auf diese Maßnahme gesetzt. „So kann die erste Stufe der Digitalisierung – Stichwort Industrie 4.0 – die nächste Phase finanzieren“, kommentiert Peter von Hochberg diese Entwicklung.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

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