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News 08.11.2017

Lage der IT-Sicherheit in Deutschland weiter angespannt

BSI weist im Jahresbericht auf Softwarelücken und kriminelle Cyber-Angriffe hin

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und BSI-Präsident Arne Schönbohm haben den Bericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2017 vorgestellt. Dieser gibt Auskunft über die Ursachen und Rahmenbedingungen der aktuellen IT-Sicherheitslage, über Schwachstellen, Angriffsmittel und -methoden. Zudem informiert er über Cyber-Angriffe, die im Zeitraum von Juli 2016 bis Juni 2017 stattgefunden haben. Erstmals enthält der Bericht auch Lösungsansätze und konkrete Empfehlungen, wie sich Nutzer der Cyber-Bedrohungslage entgegenstellen und welche Angebote des BSI sie nutzen können.

Der Lagebericht zeigt: Die Gefährdungslage ist weiterhin auf hohem Niveau angespannt. Zwar ist die Anzahl der Schwachstellen in den 10 verbreitetsten Software­produkten im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, die Zahl der bekannten Schadprogramme ist hingegen weiter gestiegen. Zudem spielt auch der "Faktor Mensch" eine zunehmende Rolle: Phishing-Angriffe, bei denen gezielt einzelne Mitarbeiter oder Unternehmen adressiert wurden, sind häufiger als in den vergangenen Jahren zu beobachten.

Am deutlichsten werde die angespannte Bedrohungslage an den zahlreichen IT-Sicherheitsvorfällen, die im Berichtszeitraum vom BSI beobachtet wurden, so de Maizière. Beispielhaft hierfür sind der Wannacry-Vorfall oder der Angriff auf ca. 900.000 Telekom-Router. Als ernstes Problem stuft der Bericht die vielen kriminellen Geschäftsmodelle ein, die darauf aufbauen, z. B. Daten zu stehlen oder IT-Systeme mit Verschlüsselungssoftware lahm zu legen und Lösegeld zu erpressen.

Insgesamt betrachtet das BSI die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung als wesentliche Ursache für steigende Cyber-Attacken. Einerseits führe das zu Effizienzsteigerungen durch vereinfachte Prozesse, zu mehr Transparenz und zu mehr Komfort im Alltag. Gleichzeitig steige dadurch aber das Bedrohungspotenzial deutlich an, da sich die Anzahl möglicher Angriffspunkte erhöhe und die zu verarbeitenden Datenmengen sich vervielfachen. Die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Angriffe auf digitalisierte Infrastrukturen werde damit größer. Das Internet der Dinge entwickele sich immer mehr zu einer Gefahrenquelle für die IT-Sicherheit. Dazu trage entscheidend bei, dass IoT-Geräte einfach angreifbar seien, weil deren IT-Sicherheit derzeit weder bei der Herstellung noch bei der Kaufentscheidung des Kunden eine ausreichende Rolle spiele.

Den vollständigen Lagebericht des BSI finden Sie hier.

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