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News 03.11.2017

Lebensmittel und CPS: Chancen für die Qualitätssicherung

Lemgoer Forschungsinstitute arbeiten an kontinuierlicher Überwachung der Lebensmittelproduktion

Der Lebensmittelskandal um belastete Eier zeigte, welchen Stellenwert eine umfassende Qualitätskontrolle und –sicherung in der Lebensmittelindustrie einnimmt, um Verbraucher ausreichend schützen zu können. Sie gewährleistet umfassenden Verbraucherschutz, die ökonomische Ausnutzung von Rohstoffen sowie die Vermeidung höherer Herstellkosten und Reklamationen. Forscher in Lemgo geben nun den Impuls für einen neuen Standard in der Qualitätssicherung von Lebensmitteln: die kontinuierliche, vorausschauende Überwachung mittels Cyber-physischer Systeme und Big Data.

Die Forscher am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) und am Institut für Lebensmitteltechnologie.NRW (ILT.NRW), beides Institute der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, wollen gemeinsam mit Industriepartnern dazu eine Methodik entwickeln. Das „Impulsprojekt 1: Qualitätssicherung in der Lebensmittelproduktion durch Cyber-physische Systeme und Big Data“ hat zum Ziel, dass schon während der Produktion aus Sensordaten und Rohstoffinformationen ein Modell der Produkte generiert wird, ein sogenanntes „virtuelles Abbild“.

„Anhand des virtuellen Abbildes kann auf Echtzeitinformationen wie Produkteigenschaften und Qualität der Lebensmittel zurückgegriffen werden, weitgehend ohne zeitaufwendige Labortests oder zusätzliche kostspielige Sensorik“, erläutert Projektleiter Professor Oliver Niggemann. Die entlang der Prozesskette ermittelten Soll-Werte werden direkt und unmittelbar mit den aus den virtuellen Abbildern abgeleiteten Ist-Werten verglichen. „Dieses Vorgehen ermöglicht es, etwa Fehlchargen und Sicherheitsrisiken noch während der laufenden Produktion zu erkennen und aus dem Verkehr zu ziehen, um Sicherheitsrisiken zu minimieren und Verbraucher schützen zu können“, benennt Professor Jan Schneider, stellvertretender Institutsleiter am ILT.NRW, eines der Ziele des Forschungsprojektes.

Als Kooperationspartner sind neben dem inIT und dem ILT.NRW auch die Unternehmen Symrise AG, Dr. August Oetker KG, KHS GmbH, GEA Westfalia Separator Group GmbH, Schwarz Cranz GmbH & Co KG, Itelligenceriha-Wesergold Getränke GmbH & Co. Handels-KG, Infokom GmbH, Multisensoric GmbHOWITA GmbH, ISI-Automation und Polytec am Forschungsvorhaben beteiligt. Gefördert wird das Forschungsvorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 900.000 Euro über eine Projektlaufzeit von drei Jahren. Das Projekt „IP1“ ist eines der Impulsprojekte der „FH-Impuls“-geförderten Initiative smartFoodTechnologyOWL.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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