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News 18.10.2017

Fahrzeugdaten: Automobilbranche möchte verpflichtende Weitergabe

Bitkom sieht gesellschaftliches Interesse, aber Regelungsbedarf

In zwei Kilometern Entfernung drohen auf der Autobahn eine Nebelbank oder Glatteis, hinter der nächsten Kurve beginnt ein Stau – damit Fahrer künftig vor solchen Gefahren gewarnt werden können, müssen Fahrzeuge entsprechende Wetter- und Verkehrsdaten sammeln und untereinander austauschen. In der Automobilbranche fordern 86 Prozent der Unternehmen eine gesetzliche Verpflichtung zur Bereitstellung anonymisierter Fahrzeugdaten. Dabei wünscht sich jedes vierte Unternehmen (25 Prozent), dass alle Daten bereitgestellt werden müssen, während 61 Prozent nur für ausgewählte Daten plädieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern von 177 Unternehmen der Automobilindustrie.

„Eine Nutzung von Fahrzeugdaten ist zweifellos im gesellschaftlichen Interesse, wir brauchen dazu gerade aber auch mit Blick auf selbstfahrende Autos klare und verlässliche Regeln, wer welche Daten erheben und nutzen darf“, so Bitkom-Präsident Achim Berg.

Vor allem anonymisierte Wetter- und Staudaten sollen nach Ansicht der großen Mehrheit (je 98 Prozent) der Automobilunternehmen, die eine gesetzliche Verpflichtung befürworten, gesammelt werden. 80 Prozent möchten die Bereitstellung von Positionsdaten des Fahrzeugs, drei Viertel (76 Prozent) die Nutzung von Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Beschleunigung oder Bremsvorgänge. 4 von 10 Unternehmen (42 Prozent) halten auch eine Auswertung von Daten über den technischen Zustand des Fahrzeugs auf gesetzlicher Grundlage für sinnvoll.

„Die Daten, die heute schon von Fahrzeugen erfasst werden, können für einen besseren Verkehrsfluss sorgen und so die Umwelt schützen. Sie können aber auch Unfälle verhindern und Leben retten. Fahrer können so rechtzeitig gewarnt oder auf eine bessere Strecke geschickt werden. Diese Datenschätze müssen wir besser nutzen“, erläutert Berg.

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