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News 27.09.2017

EU-Datenschutzgrundverordnung: Viele Unternehmen nicht ausreichend vorbereitet

Laut Bitkom drohen vielfach Bußgelder in Millionenhöhe

Ab dem 25. Mai 2018 müssen nach einer zweijährigen Übergangsfrist die Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) umgesetzt sein. Allerdings wird nur eine Minderheit der deutschen Unternehmen diesen Termin einhalten können – es drohen Bußgelder in Millionenhöhe. 55 Prozent der Unternehmen geben an, dass die Umsetzung der Anforderungen bis zum Stichtag nur teilweise erfolgt sein wird, während 20 Prozent mit einer Umsetzung zum größten Teil und nur 19 Prozent mit einer vollständigen Umsetzung rechnen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter mehr als 500 Unternehmen im Auftrag des Branchenverbands Bitkom.

Aktuell haben erst 13 Prozent der Unternehmen erste Maßnahmen zur Umsetzung der EU-DSGVO begonnen oder abgeschlossen – nur 3 Prozent haben mehr als die Hälfte der Aufgaben abgearbeitet. Susanne Dehmel, Geschäftsleiterin Recht & Sicherheit beim Bitkom, erklärt dazu: „Vor einem Jahr lag der Anteil bei 8 Prozent, viel passiert ist seitdem offenkundig nicht.“ 49 Prozent der Unternehmen beschäftigen sich derzeit mit dem Thema, während allerdings 33 Prozent der Unternehmen angeben, sich bislang noch überhaupt nicht mit den Vorgaben der Verordnung beschäftigt zu haben.

Auch grundlegende organisatorische Voraussetzungen für den Datenschutz im Unternehmen fehlen häufig. Beispielsweise ist die Anpassung ohne ein Verfahrensverzeichnis schwierig. „Ein Verfahrensverzeichnis ist heute schon Pflicht, künftig aber noch dringender erforderlich. Die neue Verordnung verlangt von den Unternehmen den Nachweis der rechtskonformen Datenverarbeitung. Eine solche Datenschutz-Dokumentation wird in Streitfällen eine wichtige Rolle spielen“, so Dehmel. 42 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie kein Verfahrensverzeichnis haben, in dem die internen Prozesse für die Verarbeitung personenbezogener Daten dokumentiert sind. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 46 Prozent ähnlich hoch.

Die Unternehmen, die sich mit der EU-DSGVO beschäftigt haben oder dies noch tun wollen, nennen als größte Herausforderungen bei der Umsetzung den schwer abzuschätzenden Aufwand (52 Prozent), Rechtsunsicherheit (43 Prozent) und mangelnde praktische Umsetzungshilfen (32 Prozent). „Das Gesetz ist an vielen Stellen vage und den Unternehmen fehlen Vorgaben, wie sie damit umgehen sollen. Konkrete Vorgaben wären hilfreich“, sagt Dehmel und mahnt anschließend, dass „die rechtlichen Unsicherheiten kein Grund dafür sein [dürften], die Hände in den Schoß zu legen.“

Bei der grundsätzlichen Bewertung der Datenschutzgrundverordnung halten sich Zuversicht und Skepsis die Waage. 6 von 10 Unternehmen (60 Prozent) rechnen damit, dass die EU-DSGVO langfristig zu mehr Rechtssicherheit führt, fast ebenso Viele (57 Prozent) erwarten einheitlichere Wettbewerbsbedingungen in der EU. 4 von 10 Unternehmer sind der Meinung, dass ihr eigenes Unternehmen durch die EU-DSGVO Vorteile hat (39 Prozent) und dass sie ein Wettbewerbsvorteil für europäische Unternehmen darstellt (38 Prozent). Allerdings befürchten 57 Prozent der Befragten kurzfristig mehr Rechtsunsicherheit und 42 Prozent glauben, dass Geschäftsprozesse komplizierter werden. 4 Prozent der Unternehmer gehen sogar so weit zu sagen, dass die Datenschutzverordnung eine Gefahr für die eigene Geschäftstätigkeit darstelle.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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