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News 05.09.2017

Das Smartphone als bedeutender Wirtschaftsfaktor

Neue Studie von Bitkom und Deloitte ermittelt einen Anteil am BIP von 1,4 Prozent

Zehn Jahre nach der Präsentation des ersten Smartphones hat sich dieses nicht nur zu einem bedeutenden Trendsetter, sondern auch zu einem wesentlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Das zeigt die Trendstudie „Consumer Technology 2017“, die der Digitalverband Bitkom und das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte heute vorgestellt haben. Gemäß der Analyse stehen mittlerweile rund 1,4 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes in Zusammenhang mit dem Smartphone. Und selbst der Vergleich mit den großen Kernbranchen muss nicht mehr gescheut werden: Smartphone-generierte Umsätze machen heute etwa nicht weniger als ein Fünftel der Erlöse des deutschen Maschinenbaus aus. In den nächsten fünf Jahren dürfte der Wertschöpfungsanteil des Smartphones weiter wachsen. Den Prognosen zufolge wird der BIP-Anteil bis 2022 auf 1,7 Prozent steigen, das Gesamtvolumen smartphone-generierter Umsätze hierzulande wird bis dahin die Summe von 60 Milliarden Euro überschreiten.

Die Nachfrage nach Smartphones ist dabei weiterhin ungebrochen. Der deutsche Smartphone-Markt erzielt im laufenden Jahr mit einem Volumen von 9,77 Milliarden Euro voraussichtlich einen höheren Umsatz als die gesamte klassische Unterhaltungselektronik. Die Verkaufserfolge des Smartphones spiegeln sich dabei ebenfalls in den Nutzerzahlen wider. Seit 2013 hat sich der Nutzeranteil nahezu verdoppelt. Acht von zehn Deutschen ab 14 Jahren (81 Prozent) nutzen ein Smartphone. Das entspricht etwa 56 Millionen Personen. Vor einem Jahr waren es noch 76 Prozent, 2012 sogar erst 36 Prozent. Praktisch jeder, der unter 50 Jahre alt ist, nutzt damit heute ein Smartphone. Daher überrascht es nicht, dass acht von zehn Smartphone-Nutzern (80 Prozent) erklären: Smartphones sind für mich eine große Erleichterung im Alltag. Sieben von zehn Nutzer (71 Prozent) geben an, sich ein Leben ohne Smartphone gar nicht mehr vorstellen zu können.

Smartphones sind aber nicht nur reine Unterhaltungsmaschinen, sondern auch Wegbereiter  für neue Technologien wie Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und digitale Sprachassistenten. Durch die große Verbreitung gelangen diese Technologien in den Alltag der Nutzer. So besitzen mittlerweile etwa 6 Prozent aller Deutschen eine eigene VR-Brille. Weitere 13 Prozent haben bereits eine Virtual-Reality-Brille ausprobiert. Im Vorjahr waren es noch 9 Prozent. Knapp jeder fünfte Deutsche hat also schon VR-Erfahrungen gemacht. Überdies können sich 34 Prozent vorstellen, VR zu nutzen. Zum Vergleich: 2016 waren 31 Prozent bereit, die Technik auszuprobieren. Mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G, der Bandbreiten im Gigabitbereich verspricht, wird diese Entwicklung noch beschleunigt werden.

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