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News 10.08.2017

BMVI fördert Forschung zu Autonomem Fahren

Zwei neue Projekte aus Nordrhein-Westfalen erhalten Förderbescheid

Im Rahmen des Forschungsprogramms zur Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr wurden dreizehn weitere Forschungsvorhaben mit insgesamt 22,2 Millionen Euro unterstützt. Das Forschungsprogramm soll im Rahmen der „Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren“ die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Mobilität schaffen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt dazu: „Mit den Förderbescheiden bringen wir innovative Forschungsprojekte rund um das automatisierte und vernetzte Fahren auf die Straße. Wir nutzen dafür unsere weltweit einzigartigen Digitalen Testfelder und stellen rund 100 Millionen Euro Fördergelder bereit. Mein Ziel ist, dass Deutschland Leitanbieter für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge ist, zum Leitmarkt wird und als erstes Land den Regelbetrieb dieser Technologie einleitet.“

Seit Dezember 2016 wurden mit dem Forschungsprogramm bereits 20 Projekte mit insgesamt rund 47 Millionen Euro gefördert. Erforscht werden die Interaktion von Fahrer und Fahrzeug, der Mischverkehr von automatisierten und nichtautomatisierten Fahrzeugen und der Austausch mit der Infrastruktur. In der neuen Förderrunde wurden auch zwei Forschungsvorhaben aus Nordrhein-Westfalen berücksichtigt: 

Eines der neu geförderten Projekte ist das Vorhaben "Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf“ (KoMoD) der Landeshauptstadt Düsseldorf: Grundidee des Vorhabens ist die praxisnahe Erprobung neuer Technologien zur Fahrzeug-Infrastruktur-Vernetzung sowie des hoch- und vollautomatisierten Fahrens im digitalen Testfeld Düsseldorf. Ein wesentlicher Fokus liegt auf dem Zusammenspiel mehrerer Fahrerassistenzfunktionen in realen Fahrsituationen. Grundlage der Fahrzeugführung ist eine hochgenaue digitale Karte, die durch das Zentrum für Luft- und Raumfahrt den neuen Anforderungen entsprechend bereitgestellt wird. Auch für die Ampelanlagen wird durch das Amt für Verkehrsmanagement eine digitale Karte der Fahrrouten in den Kreuzungen bereitgestellt und elektronisch an die Fahrzeuge übermittelt. Vodafone bringt sich mit eigenen Anwendungen auf dem Campus ein und sorgt für eine durchgängige und zuverlässige Kommunikation, welches eine wesentliche Voraussetzung für automatisiertes Fahren darstellt.

Ebenfalls aus NRW ist das Projekt MoFFa. Das Vorhaben erarbeitet ein „Holistisches Modell zur Beschreibung der Aufgabenverteilung und der Aufgabenübergabe zwischen menschlichem Fahrer und Fahrassistenzsystem beim automatisierten und vernetzten Fahren“. Kooperationspartner sind die Technische Universität Dortmund sowie das Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung Selm. Die Entwicklung des mathematisches Modell zur Beschreibung und Evaluation von Interaktion zwischen menschlichen und elektronischen Fahrern wird über einen dreistufigen Prozess erfolgen: Zuerst werden Fahrverhalten und -typen analysiert; anschließend soll das holistische Modell erst in einem Fahrsimulator und später in realen Fahrsimulationen evaluiert werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.