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News 04.08.2017

Digitalisierung der kommunalen Wasserwirtschaft

BMWi-Leuchtturmprojekt zur digitalen Bewältigung schwankender Wassermassen in den Kommunen

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Dirk Wiese, besuchte im Juli 2017 das Projekt „Kommunal 4.0“ bei der HST Systemtechnik in Meschede: „Stark schwankende Wetterlagen und Niederschlagsmengen stellen die Betriebe der kommunalen Wasserwirtschaft vor große Herausforderungen: Plötzliche Unwetter wie die der vergangenen Wochen erfordern schnelle, flexible und vorausschauende Reaktionen. Dabei ist es wichtig, dass benachbarte Wasserbetriebe koordiniert vorgehen. Digitale Lösungen, die das in Echtzeit ermöglichen würden, werden aber noch zu selten angewendet. Zwar erfassen die einzelnen Betriebe viele Daten, diese sind aber häufig nur intern verfügbar. Hier setzt das vom BMWi geförderte Projekt „Kommunal 4.0“ an. Es soll die Wasserwirtschaft dabei unterstützen, die Potenziale der Digitalisierung besser zu nutzen und sich übergreifend zu vernetzen. Wasser- und Abwasseranlagen sollen so zukünftig vorausschauender und kostengünstiger betrieben und geplant werden. Die Folgen von Unwettern sollen so gemildert werden.“

Bislang wurden die Infrastruktursysteme immer an der maximal erforderlichen Wasserkapazität ausgerichtet, was zur enormen Größe von Versorgungsanlagen, Kanalsystemen und Kraftwerken beigetragen hat. Dieses Vorgehen wurde dadurch ermöglicht, dass die Schwankungen zwischen Minima und Maxima gering waren; durch den Klimawandel sind in Zukunft deutlich höhere Schwankungen zu erwarten.

Im Rahmen des Projekts „Kommunal 4.0“ wird eine branchenspezifische digitale Daten- und Service-Plattform entwickelt, auf welcher die vielmals vorhandenen, hoch aktuellen Datenbestände einzelner Wasserbetriebe verknüpft und übergreifend zugänglich gemacht werden. Dies würde eine flexiblere Steuerung der Betriebe ermöglichen, die insbesondere im Unwetter-Fall geboten ist. Im Rahmen der jetzt gestarteten Studie werden zunächst die Anforderungen der Wasser- und Abwasserbetriebe an die neue Plattform erfasst. Außerdem wird untersucht, wie stark die Betriebe schon heute digitalisiert sind.

Das Projekt „Kommunal 4.0“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Förderprogramms „Smart Service Welt“ mit rund 3 Millionen Euro gefördert. Aus NRW arbeiten neben der HST Systemtechnik die Pegasys GmbH (Meschede), GECOC der Technischen Hochschule Köln sowie die IEEM gGmbH (Witten/Herdecke) an dem Projekt mit. Weitere Partner sind  Südwasser GmbH (Erlangen) sowie ifak e.V. (Magdeburg).  Eine Erprobung der Plattform ist unter anderem in den Städten und Kommunen Siegen, Schwäbisch-Gmünd, Ingolstadt, Öhringen und Heeseberg geplant.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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