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News 03.08.2017

Industrial Data Space: BMBF fördert zweite Phase

Ziel: Die Architektur soll in die internationale Verbreitung

Daten gewinnen für Unternehmen zunehmend an Bedeutung und stellen eine strategische Ressource für den Geschäftserfolg dar. Je mehr sie an Wert gewinnen, desto höher ist der Bedarf, sie zu schützen und zu kontrollieren – eine Krux, wenn gleichzeitig die immer komplexer werdenden Leistungsangebote und neuen digitalen Geschäftsmodelle einen fortlaufenden Austausch von Daten erfordern. Vor diesem Hintergrund arbeiten zwölf Fraunhofer-Institute bereits seit zwei Jahren an einer Lösung: dem Industrial Data Space.

Aus Deutschland heraus entsteht damit ein maßgeblicher Standard für die digitale Wirtschaft. Der Industrial Data Space, ist ein virtueller Datenraum für den sicheren sowie standardisierten Datenaustausch. Teilnehmer entscheiden, steuern und kontrollieren souverän, wer ihre Daten erhält und wozu diese genutzt werden dürfen. „Unsere deutschen und europäischen Unternehmen sollen sich sicher sein, dass ihre Daten mit dem Konzept des Industrial Data Space in guten Händen sind. Wenn es uns gelingt, dies zu einem internationalen Standard zu machen, ist das auch ein Vorteil für die deutsche Wirtschaft“, betont Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Das erste Etappenziel ist nun erreicht: Unter Verwendung modernster IT-Technologien ist eine Architektur für einen sicheren Datenraum entstanden, erste branchenübergreifende Use Cases sind bereits implementiert. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte vorwettbewerbliche Forschungsprojekt geht mit einer Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro nun in eine zweite Runde.

Das Ziel der kommenden Förderphase ist die Positionierung des Industrial Data Space im Zusammenspiel mit internationalen Architekturansätze, wie sie derzeit etwa vom Industrial Internet Consortium aus den USA oder der Industrial-Value-Chain-Initiative aus Japan erarbeitet werden – denn Daten machen in der global vernetzten Wirtschaft nicht an Landesgrenzen halt. Unternehmen brauchen Lösungen aus einem Guss.

Damit das Zusammenspiel mit diversen internationalen digitalen Standards passt, entwickelt das Projekt technische Lösungsmuster für Datensouveränität. In enger Kooperation mit dem Anwenderverein, der Industrial Data Space Association, setzen Fraunhofer-Forscher die Ergebnisse dann direkt bei Partnerunternehmen in Use Cases um. Laut Prof. Boris Otto, dem Forschungschef der Initiative, ist der Industrial Data Space im Rahmen der G20-Präsidentschaft Deutschlands auch bereits auf enormes, internationales Interesse aus beispielsweise Argentinien, China, Indien, Japan, Mexiko und den USA gestoßen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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