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News 13.07.2017

Mittelstand wird digital

Kongress Industrie 4.0 zeigt, wie der Einstieg in die Digitalisierung gelingen kann

Wie machen wir ein Objekt intelligent? Wie wird der Mitarbeiter smart? Diese Fragen sind nicht neu, finden aber nach wie vor ein breites Publikum. Mit einem Schlagwort: Industrie 4.0.

Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen suchen nach modernen und vor allem umsetzbaren Lösungen. Einen Anknüpfungspunkt bot der Kongress Industrie 4.0 der SIHK am 11. Juli in Hagen, der mit circa 80 Teilnehmern gut besucht war. Anhand von konkreten Praxisbeispielen wurde gezeigt, wie der Einstieg in die Digitalisierung gelingen kann, wie der Stand der Technik aktuell ist, und welche Assistenzsysteme bereits erfolgreich im Einsatz sind. „Die Digitalisierung ist der Treibstoff der Globalisierung“, betonte Dr. Ralf Geruschat, Hauptgeschäftsführer der SIHK zu Hagen, in seiner Eröffnungsrede. Insbesondere dem Mittelstand aus dem Bereich des produzierenden Gewerbes sollte dieser Kongress eine bessere Orientierung bieten.

Die jüngste Bitkom-Studie zum Status und den Perspektiven der Industrie 4.0 attestiert insbesondere dem Maschinenbau eine Vielzahl von Anwendungsfällen im Bereich der Industrie 4.0. Schwerpunktmäßig dominieren hierbei Automatisierungslösungen. Eine dieser Lösungen heißt „Yumi“ und ist ein Roboter. Der Ingenieur Lars Simora von der Busch-Jäger Elektro GmbH präsentierte den Kongressteilnehmern Yumi in einem Video. Das Besondere: Yumi ist ein kollaborativer Zweiarm-Roboter mit insgesamt sieben Achsen. Mensch und Maschine können hier dank einer Skeletterkennung Hand in Hand zusammenarbeiten. Aber: „Der Mensch bleibt taktgebend“, verspricht Simora. Sein Tipp für die Implementierung von Automatisierungslösungen für die Mittelständler: „Binden Sie den Betriebsrat und alle Mitarbeiter in ihr Vorhaben mit ein.“

Ein Kongress bietet immer auch die Möglichkeit zum Netzwerken. Auch wir von CPS.HUB NRW haben diese Gelegenheit genutzt, um unsere Arbeit im Rahmen der Begleitausstellung zu präsentieren. In den World Cafés haben wir interessante Gespräche geführt und Technik haptisch erlebt. Wassim Saeidi von ES Kunststoff-Service ermöglichte durch verschiedene Datenbrillen ein Abtauchen in eine virtuelle Welt. Weil unsere Büros immer noch nicht papierlos sind, präsentierte Stefan Orth von der Ontaris GmbH & Co. KG seine Lösung: den digitalen Stift. Eine Kamera speichert die Informationen während des Schreibens, digitalisiert sie und überträgt sie schließlich verschlüsselt an einen Server. Das Ergebnis ist dann ein pdf-Dokument. 

Wie auch immer die Digitalisierung im Handlungsfeld der Industrie 4.0 individuell umgesetzt wird, eins hat der Kongress gezeigt: Der Mittelstand wird digital.