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News 11.07.2017

Lemgoer Smart Factory tritt europäischem Netzwerk bei

Ziel ist die stärkere Einbeziehung der Endnutzer in die Technologieentwicklung

Die Smart Factory OWL ist im Juni Mitglied des „European Network of Living Labs“ geworden. Der interaktive Ansatz zur Entwicklung von Lösungen für die Industrie 4.0 soll auf internationaler Ebene ausgebaut werden: Mitarbeiter werden als Alltagsexperten nun aktiv in die Forschungsaktivitäten, Ideenentwicklung und Umsetzung neuer Technologien der Lemgoer Forschungsinstitute einbezogen.

ENoLL ist ein 170 Mitglieder starkes Netzwerk von Innovationsstätten und -organisationen, die die Endnutzer systematisch in die Forschung und Gestaltung neuer Technologien mit einbeziehen. Themen sind unter anderem Energie, Medien, Mobilität, Gesundheitswesen oder Landwirtschaft.

Für die Region Ostwestfalen-Lippe eröffnen sich mit ENoLL nun neue Perspektiven für den Wissens- und Technologietransfer im internationalen Rahmen, etwa in EU-Projekten, denn die Aufnahme ist ein wichtiger Schritt zum internationalen und interdisziplinären Austausch mit anderen Innovationslaboren. Drei Wissenschaftler des Instituts für Industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL hatten die Bewerbung für die Mitgliedschaft in diesem Netzwerk erarbeitet.

„Für uns ist dieser Schritt nicht nur der Beitritt in ein weiteres Netzwerk und Anerkennung für das bereits geleistete, sondern eine grundlegende Erweiterung des Innovationsprozesses. Ich bin gespannt, welche Effekte dieses nutzerzentrierte Vorgehen für die Entwicklung von Industrie 4.0 Lösungen haben wird,“ sagt Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite, Leiter des Fraunhofer IOSB INA in Lemgo.

Mehr als 8.000 Besucher pro Jahr aus Mittelstand, Industrie und Gesellschaft, zahlreiche Transferprojekte und Kooperationen mit der Wirtschaft dokumentieren eine hohe Nutzung der Informations- und Transferangebote zur Gestaltung der Digitalisierung in Ostwestfalen-Lippe.

Mit zahlreichen Nutzerstudien, Befragungen, Workshops sowie Technologie-Entwicklungen, beispielsweise im Bereich intelligenter Assistenzsysteme, stellt man in der Smart Factory OWL in Lemgo bereits den Menschen und nicht die Technik in den Mittelpunkt. Die kommenden Nutzer können nicht nur neue Technologien frühzeitig ausprobieren und somit den Nutzen der Digitalisierung erkennen, sondern zusätzlich ihre eigenen Ideen in die Technologiegestaltung einbringen. Die Entwicklung der Smart Factory OWL hin zu einem „Real-Labor“ bietet Mitarbeitern somit einen besonderen Mehrwert: Sie können ihre Arbeitsplätze von morgen aktiv mitgestalten.

Weitere Informationen finden Sie hier.