Direkt zum Inhalt
Kontakt
Teilen

Kontakt

Sie haben Fragen, Wünsche oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.

News 06.07.2017

Geschäftsmodelle für Industrie 4.0

Abschluss des Projekts „Gemini“ bringt Werkzeuge für Entwicklung und Anpassung zeitgemäßer Geschäftsmodelle

Mit dem Paradigma Industrie 4.0 bahnt sich für produzierende Unternehmen ein grundlegender Wandel in der Natur ihrer Wertschöpfung an. Innerhalb der Möglichkeiten von Industrie 4.0 werden sich Chancen für völlig neue Geschäftsmodelle ergeben. Allerdings ist es für Unternehmen schwierig, die faszinierenden Möglichkeiten, aber auch die Risiken von Industrie 4.0 zu überblicken und innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln.

„Für Unternehmen stellt sich die Herausforderung, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln, die sich bietenden, faszinierenden Möglichkeiten auszuschöpfen und aufkommende Gefahren zu umschiffen“, sagt Prof. Dr. Jan Wieseke, Professor für Vertriebsmanagement an der Ruhr-Universität Bochum. „Es besteht Handlungsbedarf bei der Entwicklung, Risikoabschätzung und Umsetzung innovativer Geschäftsmodelle für die Industrie 4.0.“

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern hat er ein Instrumentarium zur musterbasierten Entwicklung und Realisierung von Geschäftsmodellen im Kontext der Industrie 4.0 entwickelt. Neben der Ruhr-Universität Bochum waren die Universität Paderborn als Konsortialführer sowie Atos IT Solutions and Services GmbH, CONTACT Software GmbH, Fraunhofer IPT, SLM Solutions Group AG und UNITY AG als Projektpartner beteiligt.

Es besteht im Kern aus einem mehrstufigen Vorgehensmodell, das den Prozess von der Geschäftsideenfindung über die Geschäftsmodellentwicklung und das Risikomanagement bis hin zur Wertschöpfungsplanung abdeckt. Die einzelnen Aktivitäten des Vorgehensmodells werden durch IT-Werkzeuge unterstützt. Mithilfe des Instrumentariums können zunächst Geschäftsideen systematisch identifiziert und dokumentiert werden. Der zweite Schritt ist die Ausgestaltung des Geschäftsmodells. Dabei kann der Anwender des Instrumentariums auf eine umfangreiche Datenbank mit Geschäftsmodellmustern zugreifen. Anschließend erfolgen eine risikobasierte Geschäftsmodelladaption sowie die Planung des Wertschöpfungssystems. Mithilfe des Tools können dabei nicht nur neue Geschäftsmodelle entwickelt, sondern auch bestehende Geschäftsmodelle kritisch überprüft und angepasst werden.

Die Validierung der wissenschaftlich fundierten Methoden erfolgte seit Juni 2014 durch Pilotprojekte mit verschiedenen Partnern aus der Industrie. Das Projekt GEMINI hatte ein Gesamtvolumen von 3,8 Mio. Euro und wurde Ende Mai 2017 erfolgreich abgeschlossen.

Weitere Informationen finden Sie hier. Informationen über andere innovative Projekte zum Thema Industrie 4.0 finden Sie hier.

Bleiben Sie informiert über die Vielfalt der digitalen Transformation in NRW.

Jetzt Wissensvorsprung sichern