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News 26.06.2017

Kleidung aus dem 3D-Drucker

Additive Fertigungsprozesse für Textilien

3D-Druckverfahren spielen in Zeiten von Industrie 4.0 eine wichtiger werdende Rolle. Das Verfahren, bei dem durch Ablagern von Material schichtweise ein Bauteil aufgetragen wird, gewährt ein hohes Maß an Designfreiheit sowie Funktionsoptimierung und -integration. Auf Textilien wird das Verfahren derzeit noch nicht angewandt, da die verwendeten Endlosdrähte (Filamente) noch nicht auf Textilien zugeschnitten sind.

Im Rahmen des Verbundprojekts „AddiTex“ werden bis Ende 2019 gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie Funktionstextilien für technische Anwendungen entwickelt, die sich über ein 3D-Druckverfahren herstellen lassen. Anwendungsfelder sind vor allem Textilien und textile Bauteile im Bereich der Sport-, Schutz- und Sicherheitsbekleidung sowie innovativer technischer Textilien – zum Beispiel im Automobil-Bereich. Durch den Einsatz additiver Fertigungsverfahren kann die Textilbranche nicht nur von Beginn an ihre Produkte funktional optimieren. Auch Fertigungsschritte wie das Zuschneiden, Einnähen oder Kleben von funktionalen Komponenten an ein Textil lassen sich so einsparen.

„Bei der Herstellung technischer Textilien stehen die funktionellen Eigenschaften im Zentrum, wie sie beispielsweise bei Schutzkleidung wichtig sind“, erklärt Prof. Dr. Maike Rabe, Leiterin des Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) und AddiTex-Teilprojektleiterin. Durch additive Fertigung – den sogenannten 3D-Druck – erschließen sich dabei neue Möglichkeiten: „Elemente wie Steckverbindungen lassen sich via 3D-Druck direkt auf textile Flächen auftragen. Auf diese Weise entstehen neue Produkte, die die Funktionalität von Beginn an integrieren“, führt Rabe aus.

Als 3D-Drucktechnologie soll im Projekt das Fused Deposition Modeling zum Einsatz kommen. Der FDM-Druck auf Textilien wird bisher aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit geeigneter Polymerwerkstoffe noch nicht kommerziell verwendet, denn die auf dem Markt verfügbaren Filamente weisen für diese speziellen industriellen Anforderungen bislang eine unzureichende Additivierung für etwa UV-Stabilität oder Flammschutz auf.

Projektpartner sind neben der koordinierenden BARLOG plastics GmbH, der Junkers & Müllers GmbH und der JUMBO-Textil GmbH & Co. aus der Textilbranche auch das Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung der Hochschule Niederrhein und das Fraunhofer UMSICHT. Gefördert wird das Projekt mit einer Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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