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News 09.06.2017

Enigtix sorgt für digitale Sicherheit

Hardware-System aus der Westfälischen Hochschule ergänzt Software-Sicherungssysteme

Cyber-Kriminelle greifen immer häufiger Kommunikationssysteme und Netzwerkinfrastrukturen an - mögliche Hilfe kommt von der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Udo Jorczyk hat die Hochschule aktuell zwei Systeme zur digitalen Sicherheit zum Patent angemeldet. Das eine Patent ermöglicht die nachträgliche hardwarebasierte Absicherung bereits vorhandener Netzwerke. Das zweite Patent ermöglicht eine sichere Kommunikation mit mobilen Geräten wie beispielsweise Smartphones. Damit soll etwa das Online-Banking auf ein deutlich höheres Sicherheitsniveau steigen. Das System soll für alle Betriebssysteme verfügbar sein. „Wir gehen davon aus, dass Anwender keine Änderung ihres Nutzerverhaltens bei der Bedienung ihrer Smartphones oder Tablet-Computer wollen. Unser Verfahren benutzt deshalb keine zusätzliche Hardware an den mobilen Geräten, sodass haptisch alles beim gewohnt Alten bleibt“, so Jorczyk, „trotzdem wird etwa der Zugriff auf Firmendaten in einer Cloud deutlich sicherer.“

„Die ausschließliche Verwendung von Software zur Verschlüsselung birgt das Risiko, dass ein Angreifer beispielsweise durch einen Trojaner in den Besitz der zur Codierung notwendigen Software-Schlüssel kommt“, so Jorczyk weiter, „Sicherheit braucht daher die Gewissheit, dass die Schlüssel unter keinen Umständen in den Besitz von Unberechtigten kommen können. Das erreichen wir mit einer Kombination von Software und manipulationssicherer Hardware.“ An einem Prototypen der beim Deutschen Patentamt angemeldeten Ideen arbeitet das Team von Udo Jorczyk bereits.

Und einen Namen hat das neue System auch schon: Enigtix. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.