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News 22.03.2017

Datenanalyse für den digitalen Strukturwandel

Institut für industrielle Informationstechnik arbeitet an einem neuartigen Konzept der Datenvisualisierung

Wie lassen sich Technologien zur Interpretation von Herkunft, Ursachen und Quellen in komplexen, datenbetriebenen und vernetzten Anwendungen für die Industrie umsetzen? Lemgoer Wissenschaftler am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) arbeiten derzeit an einem neuartigen Konzept der Datenvisualisierung: Der „Provenance Analytics“. Kern dieses interdisziplinären Forschungsvorhabens mit Partnern aus der Industrie und Wissenschaft ist die Analyse und Visualisierung der Datenherkunft. Benutzer sollen mit Provenance Analytics nachvollziehen können, warum beispielsweise ein Produktionssystem eine Fehlermeldung anzeigt. Das Projekt wird mit einer Fördersumme von rund 2.8 Millionen Euro vom BMBF unterstützt.

Die Fabrik der Zukunft soll ressourceneffizient, wandlungsfähig und selbstoptimierend sein. Um all diese Aspekte umzusetzen, benötigt man viele Daten, um beispielsweise Produktionsprozesse optimieren zu können. Hier kommt die Datenanalyse ins Spiel: Datenanalysetechniken im Zeitalter von Industrie 4.0 und Big Data werden immer komplexer und kombinieren eine Vielzahl intelligenter Technologien. Bisher war die Datenanalyse jedoch sehr umfangreich und Ergebnisse waren nur schwer nachvollziehbar. Dies wird zudem problematisch, wenn etwa falsche Fehlermeldungen auftreten.

Bei Industrie 4.0 werden mehr Entscheidungen von Systemen getroffen, was konkret für die Industrie bedeutet: Es gibt es einen größeren Bedarf an der Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen, wofür nun die Provenance Analytics gebraucht wird. „Provenance ist eine zentrale Maßnahme zur Vertrauensbildung für digitale Informationen, indem die Ergebnisse für den Nutzer nachvollziehbar dargestellt und begründet werden. Das Forschungsvorhaben „Provenance Analytics“ soll das Bewusstsein für diesen wichtigen Aspekt des digitalen Strukturwandels schaffen“, erläutert Projektleiter Professor Oliver Niggemann, Vorstand am inIT.

Zum Mehrwert des interdisziplinären Forschungsvorhabens resümiert Niggemann: „Die Provenance-Technologie ist besonders gebietsspezifisch und nicht nur für die Industrie interessant, sondern in vielen Bereichen nutzbar. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern aus der Industrie und Forschung wollen wir ein Vertrauen in die Datenanalyse schaffen, die auf viele Bereiche des Alltags anzuwenden ist.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

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