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News 07.03.2017

Anwendungsfälle und konkrete Handlungsempfehlungen zum Thema Blockchain

Materna veröffentlicht Ergebnisse zum Forschungsprojekt Blockchain

Ein gemeinsames Forschungsprojekt von Materna und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zeigt auf, dass 70 Prozent der befragten deutschen Unternehmen Blockchain als wichtig für ihre Branche erachten. Die Studie erklärt, wie Organisationen künftig von der Technologie profitieren, und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für erste Projekte.

Blockchain gilt als disruptive Technologie. Es ist eine Art digitaler Kontoauszug aller Transaktionen zwischen Computern, der dezentral auf einer Vielzahl von Rechnern gespeichert wird. So sind Vorgänge einfach zu verifizieren, nachträgliche Manipulation wird aufgrund starker Kryptographie beinahe unmöglich. Mit Blockchain lassen sich Dokumente rechtssicher archivieren, Urheberrechte leicht nachvollziehen oder eine Supply Chain Transparency verwirklichen. 60 Prozent der im Rahmen des Forschungsprojektes befragten Unternehmen sehen in Blockchain insbesondere eine Möglichkeit, von Dienstleistern unabhängig zu werden. Fast 70 Prozent ordnen die Technologie dabei als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ für ihre Branche ein. Sechs von zehn Unternehmen sehen einen großen Nutzen für ihre Kunden.

Im Rahmen der Studie führte die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg unter der Leitung von Prof. Jens Böcker vom Fachbereich Wirtschaft eine breit angelegte Online-Befragung unter deutschen Unternehmen aus unterschiedlichsten Industriezweigen durch. Darüber hinaus erfolgten persönliche Interviews mit internationalen Experten aus den Bereichen Forschung und Innovation. Das Projekt fokussiert die Fragestellungen, wo Unternehmen im Umgang mit Blockchain heute stehen und welche Nutzungsmöglichkeiten sich für die Zukunft abzeichnen.

Aus den Umfrageergebnissen entwickelten die Forscher konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen. Sie empfehlen, sich im Rahmen von Pilotprojekten mit möglichen Lösungen für die eigene Organisation zu beschäftigen und gleichzeitig die Weiterentwicklung auf diesem Gebiet systematisch zu beobachten. Für Unternehmen wird es wichtig, frühzeitig Erfahrungen und Kompetenzen zu sammeln, um später Projekte zu realisieren, die das eigene Geschäftsmodell nachhaltig beeinflussen können. Es zeigt sich jedoch auch, dass es am Markt noch Unsicherheiten gibt, beispielsweise zu den rechtlichen Rahmenbedingungen, zur Sicherheit der implementierten Lösungen und ob ausreichend Marktteilnehmer diese Technologien einsetzen, um so einen De-Facto-Standard schaffen zu können.

Blockchain wird zukünftig branchenübergreifend noch weiter an Bedeutung gewinnen und kann sich zu einem strategischen Vorteil entwickeln. Deshalb sollten Unternehmen das Thema systematisch angehen und sich eine Vorreiterposition sichern. Konkrete Projekte könnten schon bald starten, beispielsweise um Transparenz in Prozessen zu vergrößern oder ganz allgemein um die eigenen Prozesse zu beschleunigen und sicherer zu machen. Schließlich werden auch eine nachvollziehbare Kostenreduzierung und beschleunigte Prozesse durch eine verbesserte Datenverfügbarkeit erwartet. Besonders der Einsatz als Kryptowährung und für Smart Contracts, also eine IT-gestützte Abbildung von komplexen Verträgen, erscheint vielen Experten als Szenario, das in nächster Zeit eine relevante Marktreife erreichen könnte.

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