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News 25.11.2016

Wie die smarte Auswertung großer Datenmengen den Gesundheitsbereich revolutionieren kann

Kick-off der Fachgruppe Smart Data & Data Analytics am 23.11. in Dortmund

Gut 50 Teilnehmer folgten der Einladung zum Kick-off der Fachgruppe Smart Data & Data Analytics am 23. November ins ISAS in Dortmund mit der Erwartung, viele interessante Informationen über die Möglichkeiten von Smart Data & Data Analytics im Gesundheitssektor zu erhalten.

Monika Gatzke, CPS.HUB NRW / Bergische Universität Wuppertal, betonte in der Einführung zur Veranstaltung die wirtschaftlichen Potenziale von Big Data und Analytics. Aber noch werde in vielen Branchen daran gearbeitet, das große Rätsel zu lösen, so ihre Einschätzung: Wie lassen sich aus „Haufen“ heterogener Daten zukünftig im besten Falle schlüssige Informationen gewinnen und für Effizienzsteigerung, neue Umsätze oder Geschäftsmodelle nutzen?

Lead Expert und Fachgruppenleiterin Frau Prof. Katharina Morik, TU Dortmund, erläuterte in ihrer Keynote anhand illustrativer Beispiele, inwieweit Smart Data den Bereich Gesundheit künftig beeinflussen wird. Auswertungen in Echtzeit können zum Wohle des Patienten eingesetzt werden, indem Ärzten beispielsweise mitgeteilt wird, bei welchen Patienten aktuell Handlungsbedarf besteht. Frau Prof. Morik gab aber auch für andere Branchen einen Ausblick: Die Stahlindustrie z.B. kann anhand von Auswertungen beim Stahlschmelzen einen optimalen Zeitpunkt zur Weiterverarbeitung der Masse ermitteln und somit Energie und Kosten sparen.

Sven Löffler, T-Systems/
BI & Big Data, stellte u. a. das Spiel „Sea Hero Quest“ vor, mit dessen Hilfe im Sommer 2016 Daten von 2,5 Mio. Usern für die Demenzforschung spielerisch gesammelt wurden. Weitere Beispiele für die Nutzbarmachung von Smart Data im Gesundheitsbereich sind die Auswertung von Bildern von Hauterkrankungen, die im Test präzisere Ergebnisse lieferte als die Dermatologen sowie der IBM-Rechner Watson, der durch die Analyse großer Datenmengen ebenfalls zu schnelleren und präziseren Diagnosen beitragen kann.

Dr. Wolfgang Thronicke, C-Lab – Atos, stellte das Monitoring von Langzeitpatienten als Anwendungsfeld für Smart Data vor. Die notwendigen Anforderungen dabei sind u. a. Verfügbarkeit, Verlässlichkeit, Betriebssicherheit, Integrität und Wartbarkeit, insbesondere bei cloudbasierten Varianten. Im Rahmen des BMBF-Projekts „Medolution“ wird die Entwicklung solcher Auswertungssysteme im Gesundheitswesen weiter entwickelt.

Der Gründer der Quantiefied Self Bewegung in Deutschland, Florian Schumacher, erlä
uterte diverse Devices zur Sammlung von Daten. Zur ausgewogenen Belastung beim Sport werden derzeit beispielsweise Anzüge mit Messsensoren erprobt, die die Belastung direkt auf einem Bildschirm visualisieren. Anschließend können die Daten ausgewertet und Empfehlungen für ein optimiertes Training ermittelt werden.

Und last but not least stellte Philipp Potratz, Cluster Innovative Medizin NRW, das Projekt Smart.Health.Data.NRW vor, das u. a. Möglichkeiten zum Herauskristallisieren von Datenmustern aus unterschiedlichen Datenquellen und als Resultat zuverlässige Diagnosen schaffen soll.

Im Anschluss wurden mit den Teilnehmern weitere Themenfelder für die Fachgruppe diskutiert, z. B. „Mobilität“, „Industrie 4.0“ und „Arbeit 4.0“. Aber auch eine genauere Betrachtung der Methoden von Smart Data & Data Analytics wird in Zukunft im Fokus der Fachgruppe stehen.

Möchten Sie sich an der Fachgruppe Smart Data & Data Analytics beteiligen oder haben Sie ein konkretes Thema, das Sie diskutieren oder präsentieren möchten? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Die Präsentationen zur Veranstaltung finden Sie hier.