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News 21.06.2016

Immer langsam mit der Revolution!

Auf den Aachener ERP-Tagen wurde gezeigt, wie Industrie 4.0 wirklich funktionieren kann

Aachen, 17. Juni 2016. „Planung und Regelung 4.0 – Das Zusammenwachsen von ERP und MES“ lautete das Motto der 23. Aachener ERP-Tage am 15. und 16. Juni 2016 – und offenbar trafen die Veranstalter rund um das FIR an der RWTH Aachen damit den Nerv einer Branche: Rund 250 Teilnehmer besuchten die kombinierte Vortrags- und Ausstellungsveranstaltung und informierten sich über die zukünftigen Entwicklungen des Enterprise-Resource-Plannings (ERP).

Natürlich ist derzeit aus dem Kontext der betrieblichen IT-Systeme das Schlagwort „Industrie 4.0“ nicht mehr wegzudenken – aber bisher herrscht nach wie vor Verwirrung darüber, wie die vierte industrielle Revolution denn nun wirklich realisiert werden kann. Auf den Aachener ERP-Tagen wurde nun ein Teil der Antwort gegeben: Durch das Zusammenwachsen von ERP und MES (Manufacturing-Execution-Systems) – konkret also durch die Verzahnung von verschiedenen IT-Systemen, um Datenflüsse und damit auch Betriebsabläufe übergangs- und reibungsfrei zu gestalten, wird der Weg bereitet. Das klingt in unserer von Spaß- und Freizeit-Apps dominierten digitalen Umgebung zwar nach trockener Materie, aber das anwesende Fachpublikum war überzeugt, dass dies ein Richtungsweiser in die digitale Vernetzung unserer Produktion sein wird – und damit in Richtung Industrie 4.0.

Die umfassende thematische Klammer um die Veranstaltung bildeten die Impulsvorträge von Professor Günther Schuh, Direktor des FIR, und Professor Peter Nyhuis vom Institut für Fabrikanlagen und Logistik der Leibniz-Universität Hannover. Schuh stellte in seinem Vortrag das gestufte Vorgehen von der dritten zur vierten industriellen Revolution vor, wie es am FIR und im angegliederten Center Enterprise Resource Planning entwickelt wurde: von der Sichtbarkeit von Produktionsabläufen in den zugehörigen IT-Systemen über deren Verständlichkeit und Transparenz bis hin zu ihrer Prognostizierbarkeit und zum selbstlernenden und sich anpassenden Produktionssystem. „Wir träumen von echter Produktionsregelung – bisher steuern wir aber nur gegen eine mittelwertbasierte Planung“, so Schuh, „wir nutzen heute also kaum das Potenzial der bereits bestehenden IT-Systeme, da die vorhandene Datenbasis nicht ausreichend verwertet wird.“

Nyhuis unterstützte diese These und folgerte, dass die Funktionen bestehender IT-Systeme sich zukünftig kaum ändern würden, vielmehr aber die Verfahren, wie diese zum Einsatz kämen. „Fortschrittsrückmeldungen werden zukünftig nicht mehr nur im MES verarbeitet, sondern auch zur Kapazitätsplanung und sogar zur langfristigen Produktionsplanung herangezogen. Dafür müssen wir allerdings zunächst sicherstellen, dass Daten in ausreichender Qualität verfügbar sind“, ergänzte er Schuhs Ausführungen. Nyhuis stimmte mit den Vertretern des FIR überein, dass die Digitalisierung schon deutlich länger Einzug in unsere Arbeitswelt hält, als uns seit fünf Jahren das Schlagwort „Industrie 4.0“ vor Augen führen will – dass bis zur vollständigen Umsetzung aber auch noch viele Schritte zu gehen sind.

Hier geht es zur vollständigen Pressemitteilung des FIR über die Aachener ERP-Tage.

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