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News 05.06.2019

KI made in Germany: Zertifikat soll Zuverlässigkeit messbar machen

KI.NRW und BSI entwickeln Prüfkatalog bis 2020

Das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wollen im Rahmen der Kompetenzplattform KI.NRW einen Prüfkatalog für den verantwortungsvollen Einsatz von Anwendungen der Künstlichen Intelligenz entwickeln. Ziel ist die Ausarbeitung konkreter Qualitäts- und Sicherheitsstandards, auf deren Grundlage technische Prüforganisationen künftig KI-Anwendungen sachkundig beurteilen können. Der in einem Konsortium entstehende Prüfkatalog soll Anfang 2020 veröffentlicht werden.

„Mit der Entwicklung innovativer Technologien baut Nordrhein-Westfalen seine Rolle als zentraler Standort für angewandte Künstliche Intelligenz aus. Die Zertifizierung soll den zuverlässigen und verantwortungsvollen Einsatz von KI-Anwendungen für die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen und Deutschland sichern und auch als europäisches Vorbild dienen“, sagt Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die verantwortungsvolle und menschenzentrierte Entwicklung und Anwendung von intelligenten Technologien ist ein Kernthema der Kompetenzplattform KI.NRW und soll zur Qualitätsmarke ‚KI Made in Germany‘ beitragen. Als eine der deutschlandweit führenden Einrichtungen für angewandte Forschung für KI und Maschinelles Lernen verzahnt das Fraunhofer IAIS seine Kompetenzen mit der langjährigen Erfahrung des BSI in den Bereichen IT-Sicherheit sowie in der Ausgestaltung und Anerkennung von IT-Prüfstandards.

„Deutschland braucht sich im Bereich der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens nicht zu verstecken“, sagt BSI-Präsident Arne Schönbohm. „Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde und Kompetenzträger im Bereich der Kryptografie befassen wir uns bereits seit mehreren Jahren mit diesen Themen und verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz. Wir betrachten neben mathematisch-technischen Aspekten auch die wirtschaftliche, politische und gesellschaftspolitische Bedeutung von KI. Durch entsprechende Anforderungen und Standards im Bereich der KI tragen wir dazu bei, die Informationssicherheit in der Digitalisierung zu verbessern und damit das Vertrauen der Menschen in neue Technologien und Anwendungen zu erhöhen.“

Die Entwicklung der KI-Zertifizierung wird derzeit von einem interdisziplinären Konsortium mit renommierten Expertinnen und Experten aus den Bereichen Maschinelles Lernen, IT-Sicherheit, Rechtswissenschaften und Ethik unter Leitung des Fraunhofer IAIS durchgeführt. Professor Dr. Dr. Frauke Rostalski von der Universität zu Köln leitet innerhalb der Kooperation die Arbeitsgruppe zur Einordnung der rechtswissenschaftlichen Aspekte der Zertifizierung und berät die Enquete Kommission ‚Künstliche Intelligenz‘ des Deutschen Bundestages. Zentral am Projekt beteiligt ist zudem das Team von Professor Dr. Markus Gabriel, der an der Universität Bonn zur Philosophie der Künstlichen Intelligenz forscht.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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