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News 02.11.2018

Blockchain: Ab 2025 in den Lieferketten

Im Einsatz von Blockchain erreicht Deutschland im Ländervergleich Platz 5

Die Blockchain könnte bis 2025 allgegenwärtig sein und massenkompatibel werden für Lieferketten weltweit. Das ist das Ergebnis der Studie “Does blockchain hold the key to a new age of supply chain transparency and trust?“ des Capgemini Research Institute, die einen umfassenden Überblick über die Unternehmen und Regionen gibt, die sich auf die Blockchain vorbereiten. Sie prognostiziert, dass sich die Technologie bis 2025 in den Lieferketten durchsetzen wird. Derzeit setzen nur drei Prozent der Unternehmen Blockchain im größeren Maßstab ein und zehn Prozent starteten ein Pilotprojekt, ganze 87 Prozent der Befragten befinden sich nach eigenen Aussagen noch in der Anfangsphase von Blockchain-Experimenten.

In Europa sind Großbritannien mit 22 Prozent und Frankreich mit 17 Prozent derzeit führend bei der Umsetzung von Blockchain, wenn es um Projekte in größerem Umfang oder über den Pilotstatus hinaus geht; Deutschland folgt mit elf Prozent. Weltweit liegen die USA bei der Umsetzung mit 18 Prozent auf Platz 2, führend sind sie jedoch bei der Finanzierung von Blockchain-Startups: Dort wurden über eine Milliarde Dollar seit 2012 investiert, in Großbritannien sind es im Vergleichszeitraum 500 Millionen, in Deutschland 50 Millionen.

Pacesetters by geography

Die im Einsatz von Blockchain führenden Unternehmen sind optimistisch, dass die Technologie ihr Potenzial ausschöpfen wird, wobei über 60 Prozent glauben, dass sie schon jetzt die Zusammenarbeit mit ihren Partnern verändert. Die Studie ergab auch, dass Kosteneinsparungen (89 Prozent), bessere Rückverfolgbarkeit (81 Prozent) und Transparenz (79 Prozent) die drei wichtigsten Treiber für entsprechende Investitionen sind. Darüber hinaus ermöglicht die Blockchain eine sichere, schnellere und transparentere Bereitstellung von Informationen. Die Technologie kann auf kritische Funktionen der Lieferkette angewendet werden, von der Verfolgung der Produktion bis zur Überwachung der Nahrungskette und der Sicherstellung der Einhaltung von Vorschriften.

Martin Arnoldy, Leiter Konsumgüter, Handel und Logistik bei Capgemini in Deutschland, kommentiert: „Es gibt einige wirklich spannende Anwendungsfälle auf dem Markt, die zeigen, welche Vorteile die Technologie für Lieferketten bietet, aber Blockchain ist kein Allheilmittel. Der ROI ist noch nicht messbar und Geschäftsmodelle und -prozesse müssen für die Umsetzung erst noch geschaffen werden. Über die gesamte Lieferkette hinweg sind allerdings effektive Partnerschaften erforderlich, um gemeinsam mit dem Ökosystem eines Unternehmens eine Blockchain-Strategie zu entwickeln, die in breitere Technologieeinsätze integriert ist. Nur so kann man sicherstellen, dass die Blockchain ihr Potenzial ausschöpfen kann.“

In Zusammenarbeit mit der Swinburne University of Technology in Australien fand Capgemini im Rahmen einer weiteren Studie heraus, dass die Experimente mit Blockchain im Jahr 2020 ihren Höhepunkt erreichen werden: Dann werden Unternehmen Machbarkeitsstudien in Auftrag geben und sich von Fintechs absetzen. Ausgereift wird die Blockchain-Transformation der neuen Studie zufolge 2025 sein, wenn Unternehmen die Transformation und Integration starten und Richtlinien für Datenschutz und -management festlegen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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