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Blog 29.09.2018

Mit Udacity zu den Data-Scientists von Morgen

von Bajram Dibrani

Die Entwicklung von KI und der Bedarf an der Analyse großer Datenmengen erhöht in den Unternehmen die Nachfrage nach Spezialisten und erfordert für Arbeitnehmer die Entwicklung neuer Fähigkeiten. Da die Universitäten nicht mehr hinterher kommen mit der Ausbildung von Data-Scientists, sprießen immer mehr Online-Plattformen aus dem Boden. Allen voran Udacity sorgt mit zahlreichen Onlinekursen für hochwertige Aus- und Weiterbildung.

Im Juli hatte ich über den weltweiten Wettlauf um KI-Experten berichtet, der zwischen großen IT-Konzernen entbrannt ist, während die Universitäten kaum mit der Ausbildung nachkommen. Diese Entwicklung führt sich fort und wird auch in den kommenden Jahren anhalten. In einem aktuellem Diskussionspapier haben Stifterverband und McKinsey den Bedarf an Technologie-Spezialisten in Deutschland für die kommenden fünf Jahre errechnet. Demnach werden in nahezu allen Branchen 700.000 Spezialisten mehr als heute benötigt, die über technologische Schlüsselqualifikationen verfügen.

Zu diesen sogenannten „future skills“ gehören vor allem Fähigkeiten wie Smart Hardware- und Robotik Entwicklung, nutzerzentriertes Designen (UX), Web-Entwicklung, Blockchain-Technologie-Entwicklung oder Tech-Translation. Den Großteil der Nachfrage macht die Komplexe Datenanalyse mit geschätzten 455.000 Stellen aus. Daneben werden zunehmend mehr auch digitale und nicht-digitale Schlüsselqualifikationen (digitale Interaktion, Adaptionsfähigkeit, unternehmerisches Denken) in den Unternehmen benötigt.

Zwar bemüht sich die Politik gemeinsam mit der Wissenschaft entsprechende Angebote zu konzipieren, doch das wird angesichts des Bedarfs nicht reichen. Umso mehr ist Aus- und Weiterbildung gefragt, die auch jenseits von klassischen Bildungseinrichtungen stattfindet. E-Learning klingt vor diesem Hintergrund schon fast antiquiert, doch scheinen die Entwicklungen in diesem Bereich ein geeignetes und einfach handhabbares Instrument der Aus- und Weiterbildung von Tech-Spezialisten zu werden.

Seit Jahren nimmt die Nachfrage nach E-Learning Angeboten zu, was zu einem entsprechend breit gefächerten Angebot geführt hat. Im Bereich Programmierung und Datenanalyse hat sich vor allem Udacity profiliert – in Szenekreisen auch als Google-Universität bekannt. Auf der Plattform bieten hochrangige Mitarbeiter von Google, Facebook und AT&T englischsprachige Online-Kurse zu den Themen Android-Entwicklung, Cloud-Infrastruktur, Webdesign und Datascience an. Erst vor einigen Monaten hat Udacity ein neues Data Science Nanodegree vorgestellt. Der Online-Kurs wurde in Zusammenarbeit mit Partnern wie Bertelsmann, Google und IBM entwickelt und soll die nächste Generation an Data Scientists ausbilden.

Weil das Angebot funktioniert und verhältnismäßig kostengünstig ist, entscheiden sich immer mehr Unternehmen für eine Zusammenarbeit mit Udacity und anderen ähnlichen Angeboten. Seit Herbst 2017 schult beispielsweise Audi seine Mitarbeiter in den Bereichen Autonomes Fahren, Machine Learning, Deep Learning und Big Data in Kooperation mit Udacity. Unternehmen wie Google und Bertelsmann investieren bereits seit längerem in die Plattform.

Udacity ist jedoch bei weitem nicht das einzige, wenn auch bekannteste Angebot. Udemy, Codecademy, General Assembly, Onemonth oder Treehouse sind ähnliche Plattformen, die sich an die Data Scientist von morgen richten. Obgleich die Preise bezahlbar sind, gibt es auch mit Free Code Camp oder Khanacadamy komplett kostenlose Plattformen, die unterschiedlichste Programmier-Inhalte vermitteln.

Bereits in 2013 prophezeite Sebastian Thrun, der Gründer von Udacity: „Universitätsabschlüsse werden verschwinden. Vielleicht nicht morgen oder übermorgen, aber langfristig.“ Ich finde, die Universitäten, mit all ihrer Tradition und historisch bewiesenen Wandlungsfähigkeit, sollten und werden nicht so schnell verschwinden. Sie besitzen die Fähigkeit, sich durch neue Formate und innovative Konzepte immer wieder selbst neu zu erfinden – auch im Hinblick auf die Herausforderungen der digitalen Transformation. Was denken Sie?  

Bajram Dibrani

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