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Blog 13.04.2018

Kreislaufwirtschaft: Sind digitale Plattformen die Lösung?

von Jacqueline Stork

Die Diskussion, wie sich KMU schnell, effizient und kostengünstig digitalisieren können, ist in vollem Gange. Als eine mögliche Lösung werden immer wieder digitale Plattformen ins Spiel gebracht – im B2C-Geschäft führt schon lange kein Weg mehr an Amazon und Co. vorbei.

Aber wie können kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) im B2B-Bereich davon profitieren? Und: Lösen diese Plattformen den bestehenden Digitalisierungsstau in KMU? Das sind erst einmal Fragen, die so allgemein sind, dass sie auf die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen zahlreicher Branchen zutreffen. Für die Abfall- und Entsorgungswirtschaft könnten digitale Plattformen aber der Schlüssel zum doppelten Erfolg sein:

  1. Könnten die Plattformen den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der Branche sichern und
  2. könnte mit ihrer Hilfe eine funktionierende Kreislaufwirtschaft realisiert werden.

Doch lassen Sie uns zunächst einen genauern Blick auf die Branche werfen, die allgemein eher als digitalisierungsfern gilt und vom persönlichen Kontakt und dem Vertrauen zwischen den Akteuren geprägt ist. Die jüngste Netwaste-Umfrage aber zeigt, dass der Digitalisierungsgrad wächst und der digitale Wandel in der Abfall- und Entsorgungswirtschaft angekommen ist: 65 Prozent der Entsorger planen eine Live-Fahrzeugverfolgung für Disponenten, 60 Prozent möchten Behälter digital erfassen und rund 55 Prozent möchten auch deren Füllstand digital abbilden.

Wie groß die Relevanz des Themas für die Branche ist, zeigte sich im Rahmen unserer Veranstaltung "Platform Economy - Chancen und Herausforderungen für KMU am Beispiel Entsorgungswirtschaft". Zahlreiche Vertreter von Unternehmen entlang der kreislaufwirtschaftlichen Wertschöpfungskette machten deutlich, dass digitale Plattformen tatsächlich eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ermöglichen könnten. Denn: Informationsdefizite in Bezug auf die Materialzusammensetzung der (Abfall-)Produkte und die mangelnde Vernetzung zwischen den Akteuren der Wertschöpfungskette sind die Hauptprobleme der Branche. Digitale Plattformen können hier Abhilfe schaffen und schließlich Wertschöpfungsketten zu Wertschöpfungsnetzen entwickeln und die bislang nur als Idealvorstellung vorhandene Kreislaufwirtschaft in die Realität übersetzen.

Trotzdem stellen sich gleich mehrere Fragen: Plattformanbieter möchten in der Regel so viele Daten wie möglich erheben, da dies als Intermediär ihrem Geschäftsmodell inhärent ist. Doch welche Daten braucht es tatsächlich, um Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen und wie gelingt deren Auswertung? Auf der anderen Seite: Welche Daten möchten Abfallerzeuger und Entsorger beispielsweise preisgeben und damit eventuell ihr eigenes Geschäftmodell gefährden? Und: Wie lassen sich also diese konvergierenden Interessen im Rahmen neuer Geschäftsmodelle miteinander kombinieren?

Haben Sie erste Ideen oder beschäftigen sich mit ähnlichen Fragen? Dann melden Sie sich doch bei mir! Einen vollständigen Nachbericht zu unserer Veranstaltung mit allen Präsentationen finden Sie hier.

Herzliche Grüße
Jacqueline Stork

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Jacqueline Stork stork@uni-wuppertal.de
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