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Blog 09.03.2018

Ist das Ende der digitalen Transformation in Sicht?

von Lena Weigelin

Die digitale Transformation ist in vollem Gange - offen gestanden: Das schreibe ich heute ganz sicher nicht zum ersten Mal. Aber es ist ja auch was dran. Und nur, weil man etwas schon seit ein paar Jahren Mantra-artig wiederholt, heißt es ja nicht, dass es falsch ist.

Vielleicht sind wir ja tatsächlich bald so weit, dass wir uns anderen Mantras widmen können? Zwei Studien, die mir dieser Tage untergekommen sind, lassen mich jedenfalls ein bisschen daran glauben, dass wir dieses Kapitel irgenwann in absehbarer Zeit (also in ca. 10 Jahren) abschließen können.

Die erste Untersuchung besagt, dass mittlerweile mit 43 Prozent fast jedes zweite Unternehmen externe Beratung in Digitalisierungsfragen in Anspruch nimmt: 28 Prozent der Unternehmen tun es bereits, 15 Prozent geben an, das sie aktuell planen, sich Unterstützung bei der Digitalisierung ins Haus zu holen. Klingt trotzdem nach wenig könnte man meinen, im Vergleich zur Befragung vor einem Jahr hat sich die Zahl aber stark gesteigert: Damals gaben lediglich 28 Prozent der Unternehmen an, Hilfe eingekauft zu haben (21 Prozent) oder das zu planen (7 Prozent). Die Bitkom-Umfrage hat übrigens auch ergeben, dass sich kleinere Unternehmen schwerer tun als größere. Das ist allerdings auch keine ganz neue Erkenntnis.

Nun kann man sich fragen, was eigentlich mit den restlichen Unternehmen ist: Sind die einfach abgehängt, glauben nicht an die Vorteile der Digitalisierung oder brauchen ein bisschen länger als andere? Vielleicht. Vielleicht gehören sie aber auch zu den Unternehmen, die ihren Chief Digital Officer (CDO) aus den eigenen Reihen rekrutiert haben. Laut einer Studie von BITKOM und Kienbaum ist das nämlich bei etwa 50 Prozent der CDOs der Fall.

Was mich aber zu der Annahme bringt, dass wir vielleicht in ein paar Jahren nicht mehr über die digitale Transformation sprechen, ist aber nicht allein die Tatsache, dass offensichtlich mehr und mehr Unternehmen damit beschäftigt sind, sich selbst, ihre Prozesse und ggf. noch vieles mehr zu digitalisieren. Vielmehr war das die Aussage in der Kienbaum / Bitkom-Untersuchung, dass es das Berufsbild des CDO ab ca. 2025 nicht mehr geben wird - es sich quasi selber abschafft. Zitiert wird u. a. der CDO der Firma Sport-Scheck: „Wir werden so digital sein und so vernetzt denken und arbeiten, dass in fünf oder spätestens zehn Jahren alle Führungspersonen digital denken müssen.“

Ich bin sehr gespannt, wann wir aufhören können, von der digitalen Transformation zu sprechen. Und auch darauf, was als nächstes kommt.

Herzliche Grüße
Lena Weigelin

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