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Blog 17.11.2017

Spam: Wie man endlich die Angreifer zur Weißglut bringt!

von Martina Schneider

Sie kennen es: Jeden Tag kämpft man sich mühselig durch die ganzen Spam-E-Mails, die trotz eingestellter Filter das Postfach erreichen. Diese Spam-Mails nerven seit Jahren - ohne dass eine wirkungsvolle Lösung in Sicht wäre. Aber jetzt gibt es etwas, womit wir zurückschlagen können....

Das Thema Spam-Mails hat einen sehr ernsten Hintergrund: Blickt man auf den jüngsten BSI Bericht 2017, wird sehr schnell deutlich, dass die Bedrohungslage durch Angreifer in vielen Bereichen zunimmt und in Wirtschaft wie auch gesellschaftlichen Bereichen hoher finanzieller Schaden entsteht.

Ein zentrales Einfallstor für Cyber-Angriffe sind und bleiben E-Mails. Dabei stehen zum einen gezielte Phishing-Angriffe hoch im Kurs, bei denen Mitarbeiter eines Unternehmens mit qualitativ hohem Aufwand ausspioniert werden. Bei dem so genannten CEO-Betrug werden enge Mitarbeiter mittels täuschend echter E-Mail dazu gebracht, hohe Geldbeträge an Konten zu transferieren, die den Angreifern gehören. Mit Erfolg! Auf der anderen Seite stellen Botnetze eine erhebliche Bedrohung dar, da sie dazu eingesetzt werden, Schadsoftware oder Spam-Mails in Massen zu versenden und damit z. B. die Verfügbarkeit von Diensten sabotieren.

Aber was wäre, wenn wir zumindest den Scam-Mails endlich mal ein Schnippchen schlagen könnten? Das dachte sich offensichtlich das neuseeländisches IT- Security-Unternehmen netsafe und hat eine wunderbare Gegenstrategie entwickelt: Schlag sie mit den eigenen Waffen! Und das geht so. Sie kennen diese Scam-Mails: der Absender behauptet, Sie persönlich als Erben eines hohen Geldbetrages ausfindig gemacht zu haben oder suggeriert Ihnen, dass Sie einen Hauptgewinn ergattern konnten. Der Schaden solcher E-Mails beträgt 12 Milliarden Dollar pro Jahr!

Wenn Sie eine solche Mail weiterleiten an me@rescam.org kümmert sich der von netsafe entwickelte Chat-Bot um den Absender. Im Tarnkleid verschiedenster Opfer-Identitäten verwickelt der Chat-Bot den Angreifer in eine Reihe von Fragen, Rückfragen und in ein quasi freundschaftliches Gespräch, so dass die Angreifer glauben, sie haben es mit realen Opfern zu tun. Der Chat-Bot ist darauf ausgelegt, die Angreifer endlos zu beschäftigen – und falls am anderen Ende noch richtige Menschen sitzen – und nicht auch Chat-Bots – geht die Rechnung hoffentlich auf, die Spam-Absender damit endlich auch mal zur Weißglut zu bringen!

Was meinen Sie? Ich fange direkt am Montag damit an, meinen Scams mal lächelnd mit re:scam zu begegnen. Und wenn Sie auf diesem Weg auch wertvolle Zeit sparen können, schaffen Sie es vielleicht zu unserer Veranstaltung, am Freitag, den 24. November 2017, zu der ich sie herzlich einladen möchte: "Werte aus der Datenflut schöpfen – Machine Learning und Data Science nutzen" der Fachgruppe Software.

Viele Grüße

Martina Schneider

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