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Blog 24.11.2017

So viel sind Ihre Daten wert

von Jacqueline Stork

Wissen Sie eigentlich, was Ihr durchschnittliches Facebook-Profil wert ist? Zwischen drei und 13 US-Dollar, so das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen. Übrigens: Ihr persönlicher Datensatz bei Google ist stolze 40 US-Dollar wert.

Doch wie kommt es zu diesem monetären Wert? Und: Warum hat Facebook mir noch keine 13 US-Dollar auf mein Konto überwiesen? Ihnen etwa?

Die Studie im Auftrag des Sachverständigenrates für Verbraucherfragen ermittelte diese Zahlen auf Basis des durchschnittlichen Erlöses eines Unternehmens pro Verbraucher pro Jahr. Die Studie zeigt aber auch, dass der Wert einzelner Datensätze variiert: Adressdatensätze gibt es im Großhandel bereits für wenige Cents, für einen Gesamtdatensatz einer Person inklusive Geburtsdatum, Adresse, Kredithistorie werden immerhin 55 US-Dollar fällig.

Neben der Frage nach dem monetären Wert der ureigensten personenbezogenen Daten ist aber doch eine Frage viel entscheidender: Wie steht es um die Datensouveränität in Zeiten von Big Data? Unternehmen sammeln unzählige Daten, verknüpfen und werten diese schließlich aus. Aber mit welchem Erfolg? Und: Welche technischen Mittel stehen heute bereits zur Verfügung? Die EU-Datenschutzgrundverordnung forderte einen "free flow of data", also einen freien Datenfluss, ohne dass das informationelle Selbstbestimmungsrecht (Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen) beschnitten wird. Aktuell erheben Unternehmen aber meist flächendeckend Daten, auch wenn sie diese gar nicht alle benötigen. Ebenso wenig existiert bereits eine technische Lösung wie der Nutzer direkt den monetären Wert seiner Daten erhalten könnte. Die Blockchain könnte hier Abhilfe schaffen, wenngleich die Technologie dafür noch nicht ausgereift ist. Trotzdem sind die Anwendungsfelder vielfältig und reichen von klassischer Werbung bis hin zur Nutzung von Gesundheitsdaten.

Schon jetzt beschäftigen sich zahlreiche Forschungsprojekte mit dieser Thematik, eins möchte ich Ihnen in diesem Kontext vorstellen: das Projekt "SoBigData", das von zwölf Partnern aus sechs verschiedenen Ländern der EU durchgeführt wird. Die Forscher schlagen vor, ein Social Mining & Big Data-Ökosystem zu schaffen: eine Forschungsinfrastruktur (RI), die ein integriertes Ökosystem für ethisch sensible wissenschaftliche Entdeckungen und fortgeschrittene Anwendungen des Social Data Mining auf den verschiedenen Dimensionen des sozialen Lebens bietet.

Herzliche Grüße
Jacqueline Stork

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