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Blog 25.08.2017

Wie innovative Smart Living Kooperationen unser Leben vereinfachen

von Jacqueline Stork

Projektende von InnoDigicraft: Projektleiterin Sarah Güsken zieht im Interview Bilanz

Die Laufzeit war kurz, dennoch sind die Ergebnisse des Projekts „InnoDigicraft – Das Smart Living Innovationsforum Aachen“ durchaus beachtlich: In gerade einmal neun Monaten wurden zahlreiche neue Smart Living Kooperationen eingegangen und die Vernetzung von Handwerk, Technologie-Unternehmen und Wissenschaft entscheidend verbessert. Projektleiterin Sarah Güsken vom Institut für Unternehmenskybernetik e.V. an der RWTH Aachen zieht eine positive Bilanz:

Frau Güsken, wie erfolgreich war InnoDigicraft?

Sarah Güsken: Wie haben fünf InnoDigiCamps zu den Themen Smart Home, Energie & Versorgung, Sicherheit & Datenschutz, E-Health & Pflege und zu flexiblem Arbeiten durchgeführt. Die Resonanz war sehr gut. Insgesamt nahmen über 40 Gäste an unseren Innovationscamps teil - besonders beliebt waren die Themen „E-Health & Pflege“ und „Smart Home“. Knapp 30 Unternehmen und Institutionen haben sich an unserem Ideenwettbewerb beteiligt und auch der formale Abschluss des Smart Living Innovationsforums, die Innovationskonferenz, war ein Erfolg. Neben der Initialisierung von Kooperationen wollten wir das Smart Living Innovationsforum InnoDigicraft für Aachen und die Region sichtbar machen, z. B. über unsere Website - auch das ist gelungen.

Was konnte bereits in die Praxis umgesetzt werden?  

Sarah Güsken: Während der Laufzeit von InnoDigicraft entstanden viele neue und spannende Kooperationen zwischen Technologieunternehmen, der Wissenschaft und dem Handwerk. Im September 2017 startet das Kooperationsprojekt von AGIT mbH, KERN GmbH und pakadoo in die Praxisphase. Gemeinsam errichten die Partner ein von der KERN GmbH hergestelltes Paketterminal im Technologiezentrum am Europaplatz in Aachen. Über die pakadoo Software werden Paketlieferungen am Arbeitsplatz ermöglicht. Mitarbeiter des Technologiezentrums können sich hiermit flexibel Pakete in das Terminal bestellen.

Was ist das Erfolgsrezept?

Sarah Güsken: Vernetzung. Der Ursprung des Erfolgs liegt sicherlich in der engen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft begründet, dabei hat aber auch die örtliche Nähe eine entscheidende Rolle gespielt. Wissenschaftler waren nah an den Unternehmern dran, der Austausch war stetig und gut. Die Mobilisierung des Handwerks und der erfolgreiche Zusammenschluss verschiedener Branchen in Aachen gelang vor allem durch die Einbindung lokaler Partner. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen und der digitalHUB Aachen arbeiteten Hand in Hand mit wichtigen Netzwerkpartnern zusammen, was u.a. zur Realisierung von neuen Geschäftskonzepten führte.

Welche neuen Geschäftsideen sind entstanden?

Sarah Güsken: In einer Kooperation von zwei Privatpersonen, dem Nufari NUNZIG Co-Working Space, den Interactive Pioneers, synaix, der Plagge-IT sowie den Rechtsanwälten Abedin und Schwiering ist die Idee für eine Plattform zum Arbeitsplatzsharing „MoFleWo“ (More Flexible Work) entstanden. Pendler sollen darüber die Möglichkeit erhalten, freie Arbeitsplätze in ihrer Nähe zu finden. Falls Verzögerungen bei der Bahn, das Wetter oder andere Umstände Mitarbeiter also nicht an ihren eigentlichen Arbeitsplatz lassen können sie so flexibel einen freien Platz in der Umgebung finden. Die Online-Präsenz hierfür wurde bereits aufgebaut.

Wie geht es nach dem Projekt weiter?

Sarah Güsken: Im Fokus von InnoDigicraft stand die Etablierung von Smart Living Innovationen als Leitbranche für Aachen und die Region. Da sind wir auf einem guten Weg und arbeiten weiter daran. Wir streben eine Verstetigung des Forums an, da diese vor allem von Seiten der Partner klar gewünscht ist. Außerdem denken wir über geeignete Folgeprojekte, vor allem Smart Living und Smart City Pilotprojekte, nach, die auf die Ergebnisse dieses Projekts aufbauen. Darüber hinaus wird gerade ein gemeinsamer Projektantrag einer Universität mit einem Pflegeunternehmen erarbeitet. Diese hatten sich im Rahmen der InnoDigicamps und der Konferenz kennen gelernt und ausgetauscht. Innerhalb dieses Projekts soll der sinnvolle Einsatz von Service-Robotern in der Pflege erprobt werden.

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